Bob, der Schnorrer – Ein Tumor hinter Gittern
Inhalt
Der Tumor kam unangemeldet.
Und er hatte vor zu bleiben.
Aber ohne mich.
Also bekam er den Namen Bob und durfte fortan dabei zusehen, wie ich mein Leben weiterführte: mit Chemo, Ärzten und Pillen, aber auch mit Musik, Kunst, Freunden, skurrilen Gedanken und einem völlig gestörten Clown in meinem Kopf.
Bob hielt sich für wichtig.
Dieses Buch erzählt von unserer etwas schwierigen Körperkommune – Bob hatte das kleinere Zimmer – von Krankenhäusern und Abschieden, von Musik und Freundschaft, von Brezeln im Dom mit Weihwasserdressing, dem heiligen Melissengeist und der Frage, warum das Leben überhaupt einen Sinn haben sollte.
Eine Antwort darauf habe ich nicht gefunden.
Ratschläge gibt es ebenfalls keine. Wer welche sucht, muss ein anderes Buch kaufen.
Bob befindet sich inzwischen hinter Gittern.
Er selbst spricht von territorialer Konsolidierung.
Prolog
Ich möchte Leserinnen und Leser in meinen Kopf setzen, damit sie die Welt für eine Weile mit meinen Augen sehen können – samt meiner ureigenen, manchmal skurrilen Sicht auf die Dinge.
Vielleicht gelingt es dabei sogar, der Krankheit ein klein wenig von ihrem Schrecken zu nehmen.
Zu zeigen, welche literarischen Kapriolen ich drauf habe, liegt mir fern. Vielleicht lebe ich das demnächst in einem Gedichtband aus.
In diesem Buch aber möchte ich den völlig gestörten Clown zeigen, der in meinem Kopf wohnt. Er macht Witze, wenn es eigentlich nichts zu lachen gibt und andere Menschen Ernsthaftigkeit erwarten, denkt meistens Unsinn und ist im falschen Moment albern.
Manchmal ist der Clown auch traurig. Genau wie ich.
— Udo Sailer —
© 2026 Udo Sailer
Fotos: Ralf Wentz außer »Emma« von Evelyn und Philipp Weller
Verlag: BoD · Books on Demand GmbH, Überseering 33, 22297 Hamburg, bod@bod.de
Druck: Libri Plureos GmbH, Friedensallee 273, 22763 Hamburg
Gebundene Ausgabe: ISBN: 978-3-6967-7822-4
